Bilder mit Text

Arlt-Art

Verstoßen!

 

Der Sturz in die Tiefe.

Was war der Auslöser?

Hast du dich versündigt, an deinen Mitmenschen?

Wurdest du zu stark, und damit zur Gefahr für Andere?

Oder ein Unfall, aus deiner unterlassenen Vorsicht resultierend?

Fragen über Fragen. Die Menschen sehen dich fallen.

Wird dich jemand auffangen?

Darf dich jemand auffangen?

Vielleicht reißt du deinen Retter mit.

 

Endzeit

 

Die Auguren haben Recht behalten.

Die Reiter der Apokalypse kamen übers Land.

Der Eroberer auf seinem weißen Pferd. Er verlangt nach allem, vor allem nach Macht.

Ihm folgt gleich der Krieg, dessen rotes Pferd den Widerstand zersprengt.

Er macht den Weg frei für den Hunger, der sich über die Beute hermacht und sie auf seinem schwarzen Pferd vor den Flehenden entführt.

Den Rest holt sich der Tod, indem er auf seinem Falben reitend seine Sense schwingt.

Zurück bleibt das verbrannte Land, das ins Nichts mündet.

Ohne Hoffnung bis zur Endzeit.

Ohne Hoffnung?

Da zeigt sich ein Blümchen, vorsichtig hinter der Ruine hervorlugend.

Die Hoffnung ist zurück.

 

Der Riss

 

Eingeengt im Kerker meiner Gefühle, wandern die Träume zur dir.

Willst du mich hören, willst du mich verstehn?

Du hast dich mir gezeigt, wie du bist, doch ich hab es nicht gesehen, nicht sehen wollen. Nun sitz ich hier und fühle mich beobachtet, von meinem eigenen Gewissen.

Dabei wäre es so leicht, ein Schritt durch das Tor, das unverschlossen, doch so schwer ist zu durchschreiten, trotz des Schatzes, den es zu gewinnen gibt.

Bist du der Schatz?

Sehnsucht

 

Im Feuer der Leidenschaft, durchnässt vom dräuenden Regen der Bedrängnis,

ersehnen wir die Leichtigkeit der Freiheit, die Flügeln gleich durch die azurne Welt der Südsee kreuzt. Begleitet von der gleißenden Sonne, welche meine Welt abschneidet.

Zweimal Hitze doch nicht verwandt.

Da Ruhe und Entspannung, hier die anstrengende Macht der Pflichten und Bedürfnisse, die einen goldenen Weg versprach, doch mich nun gespalten dem Regen überlässt. Hoffen und Bangen.

Wohin nur?

Sonne zeige mir den Weg.

Prinzip Hoffnung

 

Hand in Hand durchschreiten wir die Zeit, die sich immer schneller zu drehen scheint. Gefunden haben wir uns trotz aller Wirrnisse. War es Zufall, oder die sich findende Ordnung im Chaos. Es soll egal sein, wir haben uns und unseren Weg.

Durch wilde Rotation versucht uns die Welt zu verwirren, doch unser Ziel ist das Licht, das sich am Ende des Tunnels zeigt. Es ist keine Fiktion, es ist die Zukunft.

 

Die Verführung des Eremiten

 

Oftmals führt der Mensch das Leben eines Eremiten.

In seinem Inneren, ist er mit sich im Reinen und benötigt für sein Wohlbefinden wenig.

Doch das genügt der Welt nicht, sie will ihn in ihrer Mitte sehen und lockt, mit Gold und Geschenken, die flimmernd Verheißung versprechen, damit er sich einreiht, in die Schlange der gesichtslosen, farblosen Masse, die sich unfrei durch das gleißende Licht der Stadt schiebt.

Doch wie kann ich mich schützen, meine Freiheit behalten. Gibt es ein Mittel oder muss ich es in mir selber finden?

These und Antithese

 

Zwei Ringern gleich winden sich, die These und ihr Widersacher, die Antithese.

Jeder versucht den anderen zu bezwingen, mal kommen sie sich nahe, doch dann ist die Nähe verschwunden und kein Kompromiss scheint möglich.

Es geht auf und ab, mal rechtsrum, dann wieder links. Und in ihrem Kampf schotten sie sich ab, gegen Einflüsse von außen.

Dabei merken die Kämpfer nicht, das sie in ihrem Tun an Substanz verlieren, bis sie denn einst völlig aufgelöst am Boden liegen, kraftlos und vergessen von der davongeeilten Zeit mit ihren Erkenntnissen.

Tugenden

 

Klugheit, Tapferkeit, Gerechtigkeit, Mäßigung. Das sind die Kardinaltugenden, welche die Welt tragen.

Doch sie alleine genügen nicht und sind für sich alleine genommen nicht immer richtig. Klugheit verführt zur Selbstüberschätzung.

Tapferkeit lässt oft die Vorsicht außer Acht.

Gerechtigkeit ist dem Einen anders als dem Anderen.

Und Mäßigung schließt manches Notwendige aus.

Hinzu gehört immer der Respekt, vor der Sache, aber vor allem vor den Menschen, die von unserem Tun berührt werden. Wer selber Respekt erwartet, muss ihn auch uneingeschränkt vergeben, an den, der ihn verdient.

Die Himmelsleiter hält sich bedeckt

 

Die Himmelsleiter hält sich bedeckt.

Doch die Wünsche, Bitten und Hoffnungen,

verdunstet aus den schrumpfenden Herzen,

durchdringen die Lücken,

Steigen empor, Erlösung suchend,

wo diese doch nur im Innern sich findet.

Die Sensoren verdeckt,

von anerzogenen Ängsten,

die sich unter dem Dach verdichten

und den Atem blockieren.

Das erloschene Feuer glüht nach

 

Kalt und dunkel liegt der Ofen,

rußgeschwärzt die Esse.

Fast vergessen, zur Ruine verfallen.

Und doch glüht das Feuer der früheren Jahre

im Licht der Lampe nach,

wie das Funkeln in den Augen des Greises,

dessen Herz sich in der Erinnerung entfaltet

und die Jugend für einen Augenblick zurückbringt.

Und es zeigen sich die Farben der Glut,

die schon lange erloschen.

Die Tür zum Erfolg

 

Das Netz ist geworfen, es lockt die Hoffenden, sich aufzumachen, zu dem Aufstieg, der als Ziel den Erfolg verspricht, die Belohnung.

Sie treibt die Meute an, sich empor zu quälen, zugleich die Konkurrenz behindern, hinab stoßen, in das Null, das Nichts.

Sie interessiert nur der Erfolg, der Achtung verspricht und Geld.

Doch im Innern lechzt das Tier, das in der Gruppe vorne sein will, mit der Aussicht auf Sex.

Der Narr

 

Was ist der Mensch anders als ein Narr?

Tanz auf dem Seil, doch der Blick in den Spiegel der Erkenntnis bringt die Rettung, beim Erkennen des Selbst, und gibt den Weg frei für das körperlos Göttliche.

Augen, schauen, suchen, immer auf der Suche nach einem Spaß.

Mund, Ironie, Spott, doch auch immer wieder Trost.

Arme flattern durch die Luft, bereit für einen Streich, doch auch zur Hilfe.

Beine tanzen wild umher, schreiten hier, springen da, doch bringen sie auch voran.

Und immer begleitet die Religion, hilft sie? Stört sie?

Die Melodie zu Allem spielt der Faun auf seiner Schalmei, mit dem Lied der Wollust.

Menschen sind keine Affen

 

Hören:lauschen, lustern, horchen, zuhören, anhören.

Sehen:schauen, blicken, lugen, beobachten, betrachten.

Reden: flüstern, brabbeln, grunzen, unterhalten, brüllen.

 

Nicht hören, nicht sehen und auch nicht reden. Das ist nicht Menschen Ding.

Der Affe hört, doch er hört nicht zu, er sieht, doch was sieht er und reden ist ihm nicht gegeben.

Wir wollen hören, auch wenn wir es so oft falsch deuten.

Wir sehen hin, neugierig, wissensdurstig und gezielt, lassen uns nichts entgehen, auch nicht das, was unseren Augen verborgen bleiben soll.

Und dann darüber reden, diskutieren, tratschen, das zeigt Interesse.

Affen lausen sich, Menschen reden.

Lola

 

Ich bin die fesche Lola,

komm her mein Freund ich zeige dir,

eine Welt wie du sie niemals sahst,

voll Liebe, Lust und Manneszier.

 

Lehn dich zurück in meinen Arm,

ich halt dich fest, ich halt dich warm.

Und wenn ich dich dann von mich lass,

dann bist du froh und lustvoll arm.

Der Drache

 

Düster steigen die unheilvollen Gedanken empor, getrieben von unterschwelligen Ängsten.

Sie formen sich, verdichten sich, bis meine Augen das Böse erkennen, den wilden Drachen mit seinem riesigen Maul und dem tödlichen Horn auf der Nase.

Es kommt kein Ritter, der den Drachen tötet. Ich muss der Ritter sein, mit meinem erbärmlichen Schwert aus Wollen.

Doch mit dem Widerstand gibt sich alles zu erkennen.

Es ist nur Farbe auf Papier.