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Foto FJK

Arlt-Art

Termine

Kunstgeschichten

ein Projekt zusammen mit der Malerin Maf Räderscheidt, dem Kommentator Wolfgang Bauer und den Musikern Stephan Everling und Michael Franger.

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Krewelshof Obergartzem

Kürbisschau


Auf der Kürbisschau stehen einige meiner Figuren

bis November

Werke

vor dem Fenster
Ausblick
der kleine Engel
Libor 2
Der Verführer
Fiedler 2
Gitarrenspieler
Flötenspieler
die Akkordeonspielerin
Viktor
wir drei
Paar 2020-1

Kunstgeschichten


Neues Projekt auf meiner Homepage

Zu Bildern der Malerin

Maf Räderscheidt

hab ich Geschichten oder Gedichte geschrieben.


Dokumentiert ist das auf Facebook bei Maf Räderscheidt

Das Neuste

Adam und Eva

ich kann sie sehen, die Freiheit


Eisen 160 cm Durchmesser

Radreifen 6
Radreifen 5

Im Radreifen


4 Ringe mit jeweils einer Figur

Der bunte Vogel findet eine Perspektive


Endlich hat er es geschafft. Der bunte Vogel ist aus der Voliere entkommen. Der Besitzer hatte einen Moment die Tür außer Acht gelassen.

Vor nicht allzu langer Zeit war er mit einem Flugzeug aus seiner Heimat nach hier gekommen. Er ist sich nicht sicher, ob das gut war oder schlecht. In seinem Revier war es nicht mehr schön. Bis vor einem Jahr konnte er dort rumfliegen und sich amüsieren. Mit seinen Freunden Späße machen und den Weibchen nachstellen. Die einzige Gefahren waren die blöden Schlangen, die unsichtbar auf den Bäumen lagen oder lästige Käfer, die versuchten ihn anzuknabbern. Doch hatte er gelernt damit umzugehen. Doch dann kamen die Männer. Sie schlugen riesige Breschen in sein Revier. Dann kam das Feuer. Alles vernichtend, wühlte es sich immer tiefer in den Wald. Jeden Tag musste unser Vogel seinen Stammplatz wechseln. Und dann dieser Qualm.

Mit einigen anderen hatten er sich außerhalb der verbrannten Fläche ausgeruht. Auf einem ausgebrannten Baumstumpf fanden sie etwas Ruhe, dachten sie. Sie ahnten nichts, als das Netz über sie herfiel. Schnell waren sie in Körbe gefangen gesetzt und abtransportiert. Dann dauerte es nicht mehr lange und sie wurden in ein Flugzeug verladen.

In diesem fremden Land war er dann an einen Mann verkauft worden, der in der Zoohandlung nach einem schönen Exemplar suchte. Der Junge bei ihm hatte auf unseren Vogel gezeigt und gebettelt. So landete er in der Voliere. Lauter fremde Vögel, keiner seiner Artgenossen. Einerseits war er froh aus dem Qualm gerettet worden zu sein, doch hier war es auch nicht besser.  Er bekam jeden Tag dasselbe Futter nicht wie in seiner Heimat, wo er reiche Auswahl hatte. Und dann die blöden anderen Vögel die keine Unterhaltung darstellten.

So bekam er dann doch die Gelegenheit sich aus dem Staub zu machen. Doch was nun? Wo sollte er nun Essen finden. Er war ein Fleischfresser, aber wo was finden? Bei seinem Rundflug, bei dem er nur Häuser sah und nur wenige Bäume auf weitem Land, sah er eine Gruppe schwarzer Vögel. Sie sahen so ganz anderes aus, als er mit seinem bunten Gefieder, doch sie schienen zusammen zu halten. Vorsichtig flog er auf sie zu. Doch sehr nahe durfte er nicht kommen, die Schwarzen waren nicht sehr kooperativ. Doch beobachten konnte er sie. Und so sah er, dass sie am Rande einer Straße nach Essen suchten. Dort lagen tote Tiere, wie auch in seiner Heimat hin und wieder ein Stück Aas unter den Bäumen lag.

Ein Auto kam und die Schwarzfräcke stoben auseinander und flogen dann weiter zu einer anderen Stelle. Unser bunter Vogel nahm die Stelle, wo sie vorher waren unter die Lupe. Da waren noch Reste von einem toten Tier. Was das mal war, konnte er nicht erkennen, er hätte die Art wahrscheinlich eh nicht gekannt. So konnte er wenigstens seinen Hunger stillen.

Plötzlich hörte er ein laute Brumme, das näherkam. Nur ganz knapp entging er einem Reifen der kurz neben ihm vorüber fuhr. In einem Gebüsch atmete er tief durch. Er muss lernen, lernen in diesem fremden Land, mit der fremden Umgebung klarzukommen. Es würde dauern, doch er hatte Zeit. Seine Heimat war unwiederbringlich verloren. Manchmal überfiel ihn tiefe Trauer, doch was wollte er machen. Hier hatte er eine neue Alternative, auch wenn die heimischen Vögel hier schräg zu ihm rüber sahen. Er war ein Fremder unter ihnen.

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Kleiner Wasserturm


Schloss Zweibrüggen