Home

Foto FJK

Arlt-Art

Termine

Kunstgeschichten


Leider muss die Vernstaltung in der City-Kirche in Aachen ausfallen, wegen Corona. Ob in Gemünd etwas stattfindet, wissen wir noch nicht

20200908_121038
20200908_121025
20200903_110524
20200903_110434

Krewelshof Obergartzem

Kürbisschau


Auf der Kürbisschau stehen einige meiner Figuren

bis November

Werke

vor dem Fenster
Ausblick
Libor 2
Der Verführer
Fiedler 2
Gitarrenspieler
Flötenspieler
die Akkordeonspielerin
Viktor
wir drei
Paar 2020-1
jetzt geht's rund 2
die Malerin
Radreifen 6
Adam und Eva 1
Libor 2
Der Verführer
lass uns tanzen
schwerer Terrain
human
Spuren der Zeit
Spuren von Rost
Mutter und Kind
Durchbruch 2
IMG_8900
DSC_2063
Bild 054a

Kunstgeschichten


Neues Projekt auf meiner Homepage

Zu Bildern der Malerin

Maf Räderscheidt

hab ich Geschichten oder Gedichte geschrieben.


Dokumentiert ist das auf Facebook bei Maf Räderscheidt

Das Neuste

Kreuzigung
Kreuzigung 4
Kreuzigung 3
Kreuzigung 1
Kreuzigung 2
Kreuzigung 3

er kreuzigt, was er lieben sollte

jetzt geht's rund 3
jetzt geht's rund 2
jetzt geht's rund 1

Jetzt geht's rund

Beziehungen 12
Beziehungen 11
Beziehungen 10
Beziehungen 9
Beziehungen 8
Beziehungen 7
Beziehungen 3
Beziehungen 4
Beziehungen 5
Beziehungen 6
Beziehungen 1
Beziehungen 2

Kleiner Wasserturm


Schloss Zweibrüggen

Lieber Metall als Pelz

„Lieber Herr Bildhauer,“ sprach mich der Besucher an, „sie fertigen doch Skulpturen.“

„Daher der Titel Bildhauer,“ entgegnete ich. „Und ja, ich fertige Skulpturen oder besser Plastiken.“

„Wie Plastiken, Kunststoff?“

„Nein, Figuren die zusammengesetzt werden, sind Plastiken, Skulpturen sind aus etwas herausgearbeitet.“ Seine arrogante Art ging mir schon auf den Nerv.

„Na, wie auch immer, ich suche eine Figur, Plastik oder so. Sie soll eine Frau darstellen, die einen Pelz trägt. Ganz mondän und elegant. Und der Pelz soll echt sein.“

„Eine unechte Frau mit einem echten Pelz, ist das richtig?

„Genau, können sie mir das machen?“ Er sah mich so herausfordernd an, dass ich fast verneint hätte.

„Aber gerne, wie groß soll die Dame denn sein?“ entschloss ich mich doch und hatte schon einen Hintergedanken.

„Ich denke so einen halben Meter hoch. Sie soll auf einem Sockel thronen.“

Damit war unser Geschäft getätigt.

Am nächsten Tag ging ich an die Arbeit. Die Suche nach einem echten Pelz hatte ich längst abgeschrieben. Dafür suchte ich in meinem Sammelsurium Eisenteile zusammen.

Eisendrähte für den Körper und dazu Streifen von Blech. Die wurden gebogen und zusammengeschweißt. Die Konturen ergaben viele Lagen von Schweißnähten. Für den Kopf konnte ich unter einigen Größen von Walzen aus Wälzlagern aussuchen. Das Ganze dauerte zwar einige Zeit, doch es war einfach.

Doch was nun mit dem Pelz machen? Einen echten zu nehmen, verbot sich mir als Tierfreund sofort. Aber elegant sollte sie doch aussehen. Aus dünnen Blechen formte ich eine Stola, die ich um die Schultern der Dame legte. Darauf enggelegte Schweißpunkte. Noch ein paar hochhackige Schuhe und die Figur war fertig.

Zweimal schon hatte der feine Herr angerufen und sich nach dem Fortgang der Arbeiten erkundigt. Nun konnte ich ihm Bescheid geben, dass ich fertig sei. Ich war sehr gespannt, wie er reagieren würde.

Er kam mit seinem großen Wagen angerollt, den Motor hörte man kaum, es war ein E-Auto.

„Dann zeigen sie mir mal ihr Kunstwerk,“ forderte er mich nach der Begrüßung auf.

„Hier steht es,“ entgegnete ich mit unsicherer Stimme.

Langsam ging er auf die Dame zu, die ich auf einem eisernen Sockel gestellt hatte und um den er rumgehen konnte.

„Die Dame ist schön,“ sagte er nach der ersten Runde. „Doch wo ist der Pelz?“

„Denken sie, so eine feine Dame mit guten Manieren, trägt heutzutage einen Pelz?“

Nachdenklich machte er die zweite Runde. Ich wurde schon nervös, würde er die Figur nehmen? Doch was sollte es, die konnte ich immer noch verkaufen.

„Ich will ihnen mal was sagen,“ nahm er das Wort wieder auf. „Mein neuer Geschäftspartner hatte sich die Figur so gewünscht und ich bin auf ihn als Teilhaber angewiesen. Doch eines muss er lernen, Pelze haben an Frauen nichts verloren, die gehören an die Tiere.“